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Ferienwohnung – Gästezimmer - Im alten Halfenhaus
  
"Kachelzimmer"

Doppelzimmer mit Dusche/WC

23 m² groß, mit Doppelbett und Sitzecke, Dusche/WC. Platz für 1-2 Personen.
Ausstattung: digitales Satelliten-TV

- Aufenthaltsraum mit Teeküche und Leseecke mit Regional-Literatur. Kühlschranknutzung grundsätzlich nicht möglich!

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Zur Historie von diesem Raum

Die alte Schankstube des Halfenhauses. Der besondere Schmuck des Raumes, der ihm auch seinen hergebrachten Namen gibt, sind alte Delfter Kacheln. Ehemals waren sie in einem Paneel von 600 Fliesen rundherum angeordnet. Ende der 1960er Jahre mussten die Wandfliesen entfernt werden, weil die Verwendung ungeeigneter Materialien und wiederholte Hochwasser zu großen Feuchtigkeitsschäden geführt hatten.

Die abgenommenen Fliesen wurden im Keller gelagert, wo sie viele Male mit Hochwasserschlamm überzogen wurden. Nur das Feld auf der linken vorderen Raumseite blieb erhalten und wurde bei Restaurierungsarbeiten im Sommer 2010 freigelegt. Das rechte Feld wurde 2010 aus dem vorhandenen Material ergänzt, auch die Fliesen in der Teeküche.

Die Kacheln zeigen eine ungeheure Breite an unterschiedlichen Motiven. Nehmen Sie sich einmal die Zeit, genauer hinzuschauen! Das ist wie „Fernsehen anno dazumal“.

Es ist denkbar, dass die (ersten) Fliesen nach dem großen Moselhochwasser von 1784 angebracht wurden, zusammen mit der ebenfalls in Delfter Blau gehaltenen und mit Rokoko-Muster verzierten Hochwassermarke von 1784. Derartige Fliesen wurden nicht nur in Delft, sondern auch in vielen anderen niederländischen Manufakturen, v. a. in Friesland, hergestellt. Johannes Schetter d. J. könnte als Moselschiffer direkte Verbindungen dorthin gehabt haben. Offensichtlich wurden die Fliesen später ergänzt, noch nach dem 2. Weltkrieg wurden Fehlstellen mit an der Nordsee erworbenen Fliesen ausgebessert.